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Hilfe bei Winterschäden

Kurzfristige Temperaturdifferenzen von über 15° C führen viele Gehölze, nicht nur Exoten, in einen Grenzbereich, in dem auch ansonsten als frosthart eingestufte Gewächse Schaden nehmen können. Sogar einheimische Gewächse leiden bei diesen extremen Kälteausschlägen.

Geschädigte und empfindliche Pflanzen sollten vor zu starker Sonnenbestrahlung geschützt werden. Dies kann durch Abdecken mit Vlies, Leinen, Stroh, Jute etc. geschehen.  

Besonders gelitten haben Bambus, Kirschlorbeer und andere Immergrüne. Dabei spielen auch Trockenschäden, die sogenannte Frosttrocknis, eine große Rolle. Durch den gefrorenen Boden im Garten und im Kübel hatten viele Gewächse Trockenstress. Sobald möglich, sollten diese Gewächse gründlich mit normal kaltem Wasser gewässert werden. Auch wenn noch etwas Frost im Boden ist!

Der Griff zur Schere sollte unterbleiben, bis klar ist, wie tief die Frostschäden sind und kein neuer Frost mehr zu erwarten ist. Vielen Pflanzen kann man noch gar nicht ansehen, ob sie einen Frostschaden haben. Sie können kontrollieren, ob noch "Leben" in der Pflanze ist, indem Sie mit dem Fingernagel ein wenig Rinde abkratzen. Ist die Pflanze unter der Rinde noch hellgrün, ist im Holz kein Frostschaden.

Wenn die Pflanzen mit dem Austrieb beginnen, schneidet man die erfrorenen, toten Triebteile heraus. Abgefallenes Laub wird aus den Beeten entfernt. Wichtig ist eine ausreichende Düngung für den Neuaufbau. Absolute tote Pflanzen sind aus hygienischen Gründen komplett zu roden und zu entsorgen.

Durch die Temperaturschwankungen kann es auch zu Frostrissen an Stämmen von Obst- und Gartenbäumen, vor allem an der der Sonne zugewandten Stammseite, gekommen sein. Die Wunden sollten fachmännisch betreut werden. Wir beraten Sie gerne.

 

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